Ökumenische Gemeindereise nach Griechenland (5. Tag)

5. Tag – Mittwoch, 05.09.2018

Ein klarer, sonniger Morgen erwartet uns heute. Ideal für einen weiteren Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes – unserer Griechenland Reise. Wir lassen heute die Antike hinter uns und reisen in die byzantinische Zeit, als ca. 700 Jahre in die Vergangenheit.
 
Die Metéora-Klöster sind schon aus der Ferne am Ende der Ebene zu erkennen. Majestätisch thronen sie hoch oben auf den Felsen, dem Himmel ein Stück näher. Mit dem Bus geht es bequem über eine kurvige Bergstraße bis vor das Kloster Agios Stéphanos (gegründet 1312). Das Frauenkloster hat heute geöffnet und es herrscht schon reges Treiben verschiedener Besuchergruppen, aber auch Rasenmäher und Motorsense eliminieren die klösterliche Ruhe. Petra erklärt uns in der Klosterkirche die Anordnung der verschiedenen Heiligendarstellungen an Decken und Wänden dieser Kreuzkirche. Im orthodoxen Sinne ist diese Anordnung sehr streng vorgegeben auch die Gesichter schauen streng auf uns herab. Damit sind wir nun schon gut auf das nächste Kloster vorbereitet.
 
Die kurvige Straße zwischen den Klöstern, die bequem mit dem Fahrzeug und ohne Klettern erreicht werden, bietet permanent eine Top-Aussicht auf die schwebenden Klöster, die Felsen und die Ebene im Hintergrund. Diese Aussichten sind besonders schwer in Worte und Bilder zu fassen.
 
Unsere Reise auf Paulus Spuren lässt uns aber auch heute wieder inne halten. Abseits des Trubels ist schnell ein schöner Flecken Erde für unsere heutige Andacht gefunden. Zentrales Thema heute: das Leid und der Philipperhymnus, bzw. Christushymnus aus dem Philipperbrief (Phil 2,5-11). An diesem Ort auf der Höhe, im Wind und der Sonne auch in die Tiefe und ins Dunkle zu schauen ... auf den ersten Blick ungewöhnlich, auf den zweiten wieder ein besonderer Moment unserer Reise.
 
Anschießend besuchen wir das Kloster Varláam. Über etliche, sehr gut ausgebaute Treppenstufen erreichen wir den Eingang und gelangen ins Innere. Auch im Kloster Varláam führt uns der Weg in die Kreuzkirche und wir können unser neues Wissen über die Anordnung der Darstellungen von der Innenkuppel bis nach unten gleich zur Anwendung bringen. Petra taucht in ihren Erklärungen noch ein Stück tiefer ein und geht auf die verschiedenen Besonderheiten der Fesken ein.
 
Der „Balkon“ mit seinem Kranhaken vermittelt nicht nur eine grandiose Aussicht sondern zeigt sich anschaulich, wie damals und heute Material (aber auch Menschen) zum Kloster hoch gezogen wurden.
 
Hungrig von den ganzen Eindrücken steuern wir unterhalb der Metéora-Klöster eine Taverne zum Mittagessen an. Gestärkt geht es nun auf die lange Transferfahrt weiter Richtung Norden, nach Thessaloniki. Ein Zwischenstopp führt uns noch in eine Werkstatt, in der orthodoxe Ikonen hergestellt und verkauft werden.

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