Orgel

Zusammen mit der Vollendung der Erlöserkirche im Jahre 1934 erhielt diese eine Orgel der Werkstatt G. F. Steinmeyer bzw. damals Steinmeyer & Strebel mit 23 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Der Prospekt war zum Teil hinter einem Gitterwerk untergebracht, vor der Nische erhoben sich zwei markante hohe Prospekttürme. Diese erste Orgel wurde bei einem Bombeneinschlag am 22.02.1945, genauso wie fast die gesamte Kirche, völlig zerstört.

Die alte Orgel der Erlöserkirche

Bis zum Wiederaufbau der Erlöserkirche im Jahre 1950 versammelte sich die Erlösergemeinde im Großen Zentralsaal des Evangelischen Vereins. Für diesen Raum erhielt die Gemeinde im Jahre 1947 eine kleine pneumatische Steinmeyer-Orgel, die aber 1966 in eine andere Bamberger Kirche versetzt wurde. Stattdessen wurde 1966/1967 in die Erlöserkirche die ehemalige dreimanualige Orgel aus St. Stephan aufgestellt. Auch diese Lösung erwies sich aber nur als ein Provisorium, bis die Firma Steinmeyer im Februar 1974 ein Angebot lieferte und schließlich eine neue zweimanualige Orgel mit 24 Registern und Pedal baute. Neun Register stammen aus Steinmeyers St. Stephans-Orgel von 1892.

Die Orgel in der Erlöserkirche

Die Disposition der heutigen Orgel von 1975
 
Hauptwerk
Prinzipal 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Traversflöte 4´
Quinte 2 2/3´
Schweizerpfeife 2´
Mixtur 4fach 1 1/3´
Trompete 8´
Schwellwerk
Gedeckt 8´
Dulzflöte 8´
Hohlflöte 4´
Prinzipal 2´
Nasat 1 1/3´
Sesquialter 2fach
Scharff 4fach 1´
Dulcian 16´
Cromorne 8´
Termulant
Pedal
Prinzipal 16´
Subbaß 16´
Oktavbass 8´
Gemshorn 8´
Blockflöte 4´
Hintersatz 4fach 2 2/3´
Posaune 16´

Koppeln: II/I, II/P, I/P
2 freie Kombinationen
1 freie Pedalkombination
Tutti
Schweller II

(Quelle: Ulrich Theißen: „Königin der Vielfalt – Gegenwart und Geschichte der Bamberger Orgeln“, EOS Verlag Sankt Ottilien 2011)